In Cotignac, dem Städtchen der hl. Familie, auf Tuffsteinfelsen (Vulkangestein) erbaut, gibt es noch Höhlen-Wohnungen inmitten einer typisch mediterranen und üppigen Vegetation. Am 7. Juni 1660, legte sich der 22-jährige Hirte Gaspard Ricard erschöpft und von Durst gequält in der Mittagshitze in den Schatten der Bäume am Berg Bessillon. Plötzlich stand ein gütiger Mann von eindrücklicher, kräftiger Gestalt vor ihm. Er wies auf einen Felsblock und sagte : « Ich bin Josef, nimm diesen Felsblock weg, und du wirst trinken können. » Gaspard zögerte, da er ein Felsblock sah, der doch unmöglich zu bewegen ist – der geheimnisvolle Fremde wiederholte seine Aufforderung und Gaspard gehorchte. Zu seinem Erstaunen gelang es ihm, den Felsblock zur Seite zu bewegen und sogleich quoll Wasser hervor! Spontan löschte er seinen grossen Durst und als er sich erhob, um dem Unbekannten zu danken, war dieser verschwunden. Er eilte ins Dorf, aber es wollte ihm niemand diese Geschichte glauben, schliesslich folgten ihm die Leute an den Ort. Hocherstaunt sahen sie das Wasser hervorströmen und auch den Steinblock, den 8 Männer nicht bewegen konnten. Tief ergriffen warf sich der Hirte auf die Knie und alle Anwesenden mit ihm, um dem hl. Josef zu danken. An dieser Quelle folgten viele Heilungen und immer mehr Menschen zog es zu diesem Ort.